Als Methode mit einer gesicherten physikalischen Basis eignet sich das Computational Molecular Engineering generell zur Untersuchung thermodynamischer Stoffeigenschaften. Hierbei genügen wenige experimentelle Daten bzw. quantenchemische Rechnungen, um klassisch-mechanische molekulare Kraftfelder zu parametrieren, die für ein breites Spektrum an Stoffdaten eine zuverlässige Extrapolation über weite Zustandsbereiche erlauben. Darüberhinaus gestattet die molekulare Simulation einen Einblick in Strukturen und Prozesse auf der Nanometer- und Nanosekundenskala, die experimentell allenfalls in hochgradig aggregierter Form zugänglich sind.

Juniorprofessur für Computational Molecular Engineering

Jun. Prof. Dr.-Ing. Martin Horsch

Gebäude 44, Raum 419

E-Mail: martin.horsch@mv.uni-kl.de
Tel.: +49 631 205 3227
Fax: +49 631 205 3835

Technische Universität Kaiserslautern
Lehrstuhl für Thermodynamik
Erwin-Schrödinger-Str. 44
67663 Kaiserslautern

Durch den Einsatz höchstskalierbarer molekularer Simulationen wird sich Entwicklung neuer Produkte und Verfahren grundlegend ändern, da einige wenige experimentelle Daten zu bestimmten Stoffeigenschaften nach Bedarf in kürzester Zeit durch Simulationsergebnisse für ein breites Spektrum von Eigenschaften ergänzt werden können. Im kommenden Jahrzehnt sind hier weitere Durchbrüche zu erwarten, wenn in der Forschung ein Schwerpunkt auf Prozesse an Grenzflächen gesetzt wird. Die Kombination aus den größeren Längen- und Zeitskalen, die durch massiv-paralleles Höchstleistungsrechnen erschlossen werden, kann auf diesem Gebiet zu besonders maßgeblichen Fortschritten führen.

Molekulardynamik-Simulation der Durchströmung einer planaren Nanopore (oben) sowie einer nanoporösen Membran mit Ein- und Austrittsbereich (unten)

RSS

Letzte Änderung: 01.03.2016